Tipps und Tricks
Tauwürmer - natürliche Verführer
Der Tauwurm gehört zu den
beliebtesten Naturködern. Das liegt daran, dass man mit ihm nahezu jeden Fisch
fangen kann. Was anbeißt hängt davon ab, wie viel Wurm man anbietet.
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Kleine Schleien fressen auch große Würmer. Aber mit einer
kleineren Portion hätte es der Fisch leichter.
© BLINKER
Mit einem Tauwurm lässt
sich jeder unserer Angelfische betören – vom kleinen Weißfisch bis zum
großen Wels. Über die Portionsgröße steuert man, was anbeißen soll: Je fetter
der Happen, desto fetter die Beute.
Das kleinste Häppchen, das
ein Tauwurm liefern kann, ist ein etwa fünf Millimeter langes Stück aus dem
helleren Schwanzteil des Wurms. Man trennt es zweckmäßigerweise mit einem
scharfen Messer oder einer kleinen Schere ab, kann es aber notfalls auch mit
Finger und Daumennagel abzwacken. Das Stück, was man erhält, ist etwa so groß
wie ein Maiskorn und kann auch genauso angeködert und benutzt werden. Es ist
ein sehr guter Köder für Friedfische ab Rotaugengröße und fängt mitunter besser
als Mais oder Maden.
Ein zwei bis vier
Zentimeter langes Stück aus dem Schwanzteil ist das Universellste,
was man in Sachen Tauwurm anködern kann. Damit kann man praktisch alles fangen.
Überdies sind Tauwurmstücke auf einem 8er oder 6er Haken der „schnellste“
Aalköder, den es gibt: Bei einem Biss wird sofort angeschlagen, und der Fisch
hängt in 8 von 10 Fällen, ohne den Haken zu verschlucken. Jedoch ist der
Vorteil auch der Nachteil des Wurmstücks: Alle Fische mögen es.

Tauwurmstücke sind sehr universelle Köder.
© André Pawlitzki
Mehrere Tauwurmstücken auf
einen Haken drapiert, ergeben ein saftiges Bündel für größere Fische. Da aus
den Schnittstellen der Einzelstücke viel Körpersaft austritt, hat ein solches
Stückwerk eine besonders große Lockwirkung. Nachteil ist allerdings, dass es
schneller auslaugt und deswegen oft ausgewechselt werden muss. Außerdem zupfen
gern kleinere Fische daran herum. Das Stückwerk ist ein guter Aal-, Schleien-
und besonders auch Quappenköder.
Der halbe Tauwurm ist so
etwas wie ein „Tauwurm für Sparsame“. Er kombiniert eine gute Lockwirkung durch
austretende Körpersäfte an der Schnittstelle mit Beweglichkeit unter Wasser.
Außerdem ist der halbierte Tauwurm dann von Vorteil, wenn man auf Schlammgrund
angelt, wo befürchtet werden muss, dass sich ein intakter, ganzer Tauwurm
verkriecht.

Auch bei einem Tauwurmbündel müssen die Würmer regelmäßig
gewechselt werden.
© Olivier Portrat
Der ganze Wurm ist ein
Klassiker für bessere Fische. Er kann für Aale wie ein Wattwurm mit Hilfe einer
Wurmnadel bis aufs Vorfach gezogen werden – dann gibt es für einen Fisch nur wenig Chancen ihn „abzufressen“. Wer es auf Schleien
abgesehen hat, sollte den großen Wurm dennoch mit einem recht kleinen Haken nur
einmal quer durch den Körper pieken, denn so behält der Wurm seine
Lebendigkeit. Es muss aber vorsichtig ausgeworfen werden, damit der Wurm nicht
vom Haken fällt.
Das Tauwurm-Bündel kann für
starke Barben, Schleien und Barsche aus zwei Würmern bestehen, aber für Wels
auch 20 und mehr Würmer enthalten. Wichtig ist, dass auch bei einem
Tauwurmbündel regelmäßig die Würmer gewechselt werden. Das wird nämlich aus
Kostengründen gern „vergessen“ wenn das Bündel aus 20 Würmern besteht und man
seine Würmer im Laden kaufen muss…